Jahreshauptversammlung Feuerwehr Borchen

A 33-Baustelle bereitet Probleme. Bernd Lüke wurde erneut als Wehrleiter vorgeschlagen. Er kritisiert die gefährliche Situation auf der Autobahn.

Borchen-Alfen. Neue Fahrzeuge, neue Mitglieder, neue Zugführer, neuer Anbau: In der Feuerwehr Borchen herrscht viel Bewegung. „Wir sind im vergangenen Jahr wieder ein Stück besser geworden“, sagte Bernd Lüke während der Jahreshauptversammlung. Er wurde nach der Anhörung der Wehr für weitere sechs Jahre als Wehrleiter vorgeschlagen – und muss nun vom Gemeinderat bestätigt werden. Es war nicht die einzige personelle Weichenstellung an diesem Abend.

Frank Minge wurde offiziell zum neuen Zugführer des Löschzugs Alfen ernannt. Er folgt auf Wolfgang Puls, der seit Oktober 2017 Mitglied der Wehrleitung ist. Auch der Löschzug Dörenhagen hat mit Michael Hölscher nun einen neuen Zugführer. Er tritt die Nachfolge von Felix Lappe an. Andreas Plöger ist zudem neuer zweiter Vorsitzender der Feuerwehr Borchen – und tritt das Erbe von Hubert Halsband an, der dieses Amt 15 Jahre lang inne hatte.

Eine besonders seltene Ehre wurde Hermann-Josef Hübschen zuteil, der mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold mit Goldkranz geehrt wurde – für seine 50-jährige Dienstzeit. Hübschen war bereits mit 12 Jahren im Saarland einer Jugendfeuerwehr beigetreten – und ist heute noch immer aktiv. Lüke: „Eine solche Auszeichnung hat es im Kreis Paderborn noch nicht gegeben – und wird es so schnell auch nicht mehr.“

Der Wehrleiter fand an diesem Abend auch kritische Worte. So bereite die Baustelle auf der A33 den Borchener Einsatzkräften einige Probleme: Wegen der sehr engen Fahrspur sei in der Anfangszeit das Bilden von Rettungsgassen nicht möglich gewesen. Die Folge: Die Einsatzkräfte kamen an den Autos nicht vorbei.

„Die Paderborner Kollegen mussten sogar zwei Mal ihre Geräte zur Unfallstelle tragen“, kritisierte Lüke. Deshalb darf die Feuerwehr mittlerweile auch den Baustellenbereich befahren. Aber: „Das funktioniert nur, wenn man uns auch informiert, sobald sich dort etwas ändert“, sagte Lüke. Deshalb sei er unzählige Male den Baustellenbereich abgefahren, um zu kontrollieren, ob Feuerwehr und Rettungskräfte ihn auch wirklich sicher befahren können. Lüke fordert deshalb: „Der zweite Bauabschnitt muss anders ablaufen.“

Mit einem neuen Tanklöschfahrzeug, neuen Rettungssätzen und einem bestellten Gerätewagen hat sich die Feuerwehr Borchen materiell verstärkt. Durch eine erfolgreiche Werbeaktion seien zudem viele junge neue Mitglieder hinzu gekommen. Im vergangenen Jahr rückten die Kameraden zu 182 Einsätzen aus – und leisteten knapp 4.700 Stunden. Und die engen Platzverhältnisse im Gerätehaus Nordborchen sollen künftig durch den Anbau eines Umkleidebereichs gelöst werden. Diese Mitglieder wurden geehrt: Fotos: Thomas Finke

Bild 60 plus: Bürgermeister Reiner Allerdissen (v.l.), Karl-Heinz Egold (50 Jahre), Bernhard Witte (60 Jahre), Bernhard Habig (50 Jahre), Wilhelm Koch (70 Jahre), Josef Lückehe (50 Jahre), Johannes Roggel (1. Vorsitzender Ehrenabteilung), Elmar Keuter (Kreisbrandmeister) und Bernd Lüke.

Bild „goldene“: Reiner Allerdissen (v.l.), Hermann Hübschen (50 Jahre), Bernhard Scherpel (35 Jahre), Wolfgang Puls (35 Jahre), Theo Möllenhoff (35 Jahre), Ferdi Voß (35 Jahre), Rudolf Reiling (35 Jahre), Elmar Keuter, Bernd Lüke.

Bild „Silberne“: Reiner Allerdissen, Walter Babel, Matthias Müller, Marco Mannfraß, Gregor Zilles, Markus Mönikes, Elmar Keuter und Bernd Lüke.